Auktionen |
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Fortsetzung aus Wikipedia: Die Holländische Auktion, in der von oben herab Beträge genannt werden, wo man ein interessantes Auktionsmuseum dieses Typs besuchen kann), bis ein Erster auf dieses Angebot eingeht. Diese Variante eignet sich bei mehreren gleichartigen Artikeln, wie etwa Tabakerntehaufen, da sie schneller vonstatten geht. Diese Variante der Auktion ist zurzeit auch im Internet möglich. Auch die Preisfestsetzung beim Börsengang der Suchmaschine Google ist nach diesem Verfahren erfolgt. Volkswirtschaftlich gesehen dient diese Form der Auktion vor allem dem Verkäufer, da die maximale Zahlungsbereitschaft des Käufers ausgenutzt wird.
Schließlich können Auktionen die Zahlungsströme unterschiedlich festlegen. Bei der First Price Sealed Bid- Auktion gibt jeder Nachfrager ein verdecktes Gebot ab. Das beste Gebot erhält den Zuschlag, und der Gewinner leistet eine Zahlung in Höhe seines Gebots.
Bei der Second Price Sealed Bid-Auktion (Zweitpreisauktion), erhält ebenfalls der Höchstbieter den Zuschlag, zahlt aber nur in Höhe des zweithöchsten Gebots. Der Vorteil dieser Auktion gegenüber der oben genannten besteht darin, dass es hier für Bieter vorteilhaft ist, ein Gebot in Höhe ihrer wahren Wertschätzung für das zu versteigernde Gut abzugeben, während sie bei der First-Price-Auktion niedriger bieten werden, um im Falle des Zuschlags noch einen Gewinn zu haben.??Diese Variante eignet sich für einzelne Gegenstände und ist heutzutage auch im Internet möglich; die bekannteste Plattform ist Ebay. Daneben gibt es aber auch zahlreiche andere Plattformen. Für den deutschen Markt allein gibt es zurzeit über 100 Auktionsplattformen.
Einzelauktion / kombinatorische Auktion: Stehen mehrere unterschiedliche Güter zum Verkauf, kann eine Auktion Gebote zulassen, die einen Preis für mehrere Güter in ihrer Gesamtheit bieten. Diese Art von Auktion heißt kombinatorische Auktion. Sie hat den Vorteil, dass Bieter nicht dem Risiko, nur einen für sie wertlosen Teil der von ihnen benötigten Güter zu ersteigern, ausgesetzt sind. Ihr Nachteil besteht darin, dass die Gewinnerermittlung komplizierter ist als bei der klassischen Einzelauktion.
Außerdem sei noch die Auftragsauktion als Form der Ausschreibung(reverse auction) erwähnt, bei der der Nachfrager eine Leistung erbracht haben möchte und sich Anbieter für die Erbringung dieser Leistung im Preis unterbieten. Die Reverse Auction kann als englische Auktion, holländische Auktion, First Price Sealed Bid Auction oder auch Second Price Sealed Bid Auction ausgeführt werden. Diese Auktionen sind inzwischen auch im Internet möglich. In der Praxis ist der Auftraggebende teilweise nicht verpflichtet, den Anbieter mit dem niedrigsten Preis zu wählen. Er kann frei entscheiden welchem Nachfrager er den Zuschlag gibt (gute Bewertung, Ortsnähe etc. haben hier auch eine große Bedeutung).
Als Sonderform ist noch die amerikanische Versteigerung zu erwähnen, die in der Regel zu Gunsten gemeinnütziger Zwecke durchgeführt wird. Bei ihr zahlt jeder Bieter jeweils sofort den Differenzbetrag zwischen seinem Gebot und dem Vorgängergebot. Mit Hilfe dieser Versteigerungsform werden oft Einnahmen erzielt, die weit über dem Wert des zu versteigernden Gegenstandes liegen.
Die Calcutta Auktion ist eine vor allem in den USA und den Ländern des früheren British Empire beliebte Wettart, die bei Pferderennen in Calcutta erfunden wurde.
Eine Auktion der anderen Art ist die All-pay-Auction, bei der derjenige mit dem Höchstgebot den Zuschlag erhält, aber alle Mitbietenden ihr Gebot zahlen. Bekannt ist diese Form bei Bestechungen, wo z.B. mehrere Firmen sich um eine Ausschreibung bewerben, Zuschlag erhält dann die Firma mit der größeren Bestechung, alle anderen Mitbewerber sind ihren Bestechungseinsatz aber ebenfalls los.
In manchen Wirtschaftsspielen zur Erforschung von wirtschaftspsychologischen Fragestellungen wird ein ähnliches Auktionssystem angewandt. Der Höchstbieter erhält den Zuschlag und muss bezahlen, aber auch jener Bieter mit dem zweithöchsten Gebot muss dieses bezahlen. Dadurch eskaliert die Situation, weil der jeweils Unterlegene nicht leer ausgehen will. Die Gebote steigen dabei oft in ungewollt hohe Gebiete.
In der Offenmarktpolitik gibt es als Auktionsverfahren das Holländische Verfahren sowie das Amerikanische Verfahren, bei denen beim Zinstender jeweils die meistbietenden Auktionäre den Zuschlag erhalten, jedoch bezahlen die Auktionäre beim Holländischen Verfahren lediglich den Satz des letzten Gebotes während beim Amerikanischen Verfahren die individuell gebotenen Sätze gezahlt werden müssen.
Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Auktionshäusern, aber auch zwischen den einzelnen Fachbereichen. Dennoch arbeiten alle traditionellen Auktionshäuser im wesentlichem vergleichbar. Wichtig ist die grundsätzliche Unterscheidung zwischen dem traditionellem Auktionswesen und solchen über das Internet - den so genannten Internet- oder Online-Auktionen. Eine Gemeinsamkeit dieser beiden Bereiche ist die Kontroverse, Ware zu einem höchstmöglichen Preis zu verkaufen, bzw. zu einem möglichst niedrigen Preis zu ersteigern.
Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale traditioneller Auktionshäuser gegenüber Internet-Auktionen sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.
traditionelles Auktionshaus Internet-Auktionen
Begut
achtung der Ware Durch Fachleute auf Basis des Originals, eines Zertifikates oder durch Bilder Durch den Käufer meist auf Basis einer Beschreibung und eines elektronischen Bildes
Beschreibung der Ware Durch eine vom Auktionator beauftragte unabhängige und qualifizierte Instanz oder durch Fachkräfte innerhalb des Auktionshauses Durch den Verkäufer (subjektiv)
Bewert
ung der Ware Begründet, objektiv im Vergleich zu Marktstandards Zum Teil durch den Verkäufer, oft wird keine Bewertung vorgenommen
Präsen
tation der Ware Oft in aufwändig gestalteten Katalogen Durch den Verkäufer im Internet
Besichtigung der Ware Am Ort der Auktion (zentral) vor und während der Auktion In der Regel nicht möglich (dezentral beim Verkäufer)
Dauer der Auktion Wenige Sekunden bis Minuten für einen Artikel. Wobei viele Auktionshäuser nach der Veröffentlichung der Ware im Auktionskatalog Gebote auch schon im Vorfeld der Auktion schriftlich annehmen. Die Berücksichtigung dieser schriftlichen Gebote erfolgt aber erst beim Aufruf im Auktionssaal. Wenige Tage bis Wochen für einen Artikel
Gebotabgabe für einen Artikel Während der Auktion oder schriftlich im Voraus Innerhalb der Auktionsdauer auch mittels eines Biet-Agenten
Ende einer Auktion Nach Abgabe des höchsten Gebotes Zu einer festgelegten Zeit
Versand / Export Durch Auktionshaus organisiert, oder Kunde holt die Ware persönlich ab. Vom Verkäufer organisiert
Identität der Käufer und Verkäufer Sind dem Auktionshaus persönlich bekannt. Keine sichere Überprüfung der Identität.
Vor
schuss für die Einlieferung Je nach Art und Wert der Ware wird dem Verkäufer z. T. ein verzinslicher Vorschuss gewährt. Nicht anwendbar
Provisionen / Kommissionen Wird in der Regel sowohl dem Einlieferer, als auch dem Bieter (Käufer) berechnet. Kann aber auch unterschiedlich abweichen und wird je nach Auktionshaus unterschiedlich gehandhabt. Wird in der Regel nur dem Verkäufer berechnet.
Zahlungsabwicklungen Durch Auktionshaus als Treuhänder (anonym) Meist direkte Abwicklung zwischen Käufer und Verkäufer
Reklamationen Durch Auktionshaus vermittelt, überprüft und geschlichtet (anonym). Wenn Auktionshäuser im Auftrag arbeiten, ist eine direkte Bekanntgabe des Einlieferers auf Verlangen jederzeit möglich, aber in der Regel nicht üblich. Meist direkte Abwicklung zwischen Käufer und Verkäufer (Streit ist oftmals programmiert)
Diese Aufstellung in der Tabelle ist wichtig, um falsche Vorstellungen bezüglich dem nicht geschütztem Begriff der Auktion zu vermeiden. Die wichtigste Aufgabe eines traditionellen Auktionshauses ist die angemessene und fachlich fundierte Beschreibung, Dokumentation und Präsentation der Ware, sowie die treuhänd
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